Gemeinsam gegen Food Waste

Zusammenarbeit mit Food Waste Hero

Seit 2024 arbeitet die Stiftung WohnWerk mit dem Start-up Food Waste Hero zusammen, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und gleichzeitig sinnvolle Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen zu schaffen. Die Bestellverarbeitung wird von WohnWerk-Mitarbeiterinnen mit grosser Sorgfalt übernommen, wodurch ein sozialer und nachhaltiger Mehrwert entsteht.

Einblick in die Arbeit von Sandra und Esthi

Im WohnWerk verpacken Sandra und Esthi die Bestellungen von Food Waste Hero mit grosser Sorgfalt. «Es geht darum, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Das passiert nämlich oft, obwohl man es eigentlich noch essen kann», erklärt Sandra. Beide schätzen die abwechslungsreiche Arbeit. «Es sind immer wieder neue Produkte dabei, die ich auch nicht kenne, das ist spannend», sagt Esthi. Die beiden Frauen mit Beeinträchtigungen tragen mit ihrer Tätigkeit aktiv zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung bei und sind stolz darauf, Teil dieser nachhaltigen Initiative zu sein.
Die Arbeit ist nicht immer einfach. «Man muss sich gut konzentrieren und schauen, dass alle Arbeitsschritte richtig gemacht werden. Die Bestellungen müssen stimmen, damit die Kund*innen zufrieden sind», betont Sandra. Esthi ergänzt: «Es ist herausfordernd. Nicht schwierig, aber immer wieder spannend.» Die Erfahrung im Bestellwesen, ihre Zuverlässigkeit und Selbstständigkeit machen sie zu wertvollen Teammitgliedern.

Die Vision hinter Food Waste Hero

Salva, Gründer von Food Waste Hero, kennt das Problem der Lebensmittelverschwendung aus eigener Erfahrung als Koch. «Während meiner Ausbildung wurde mir das Ausmass der Verschwendung schmerzlich bewusst. Ich wollte eine Lösung entwickeln, die Lebensmittel rettet, Ressourcen schont und gleichzeitig möglichst vielen Menschen den Zugang zu hochwertigen Produkten zu fairen Preisen ermöglicht.» Food Waste Hero bietet daher Produkte mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum oder kleinen optischen Mängeln günstiger an und setzt sich für mehr inklusive Arbeitsplätze ein.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in der Zusammenarbeit

Für Salva war schnell klar, dass er die Bestellverarbeitung nicht an einen klassischen Dienstleister vergeben wollte. «Ich wollte ein Projekt schaffen, das nicht nur Lebensmittel rettet, sondern auch sozialen Mehrwert bietet. Die Zusammenarbeit mit dem WohnWerk war daher der ideale Weg, um Nachhaltigkeit mit sozialer Verantwortung zu verbinden.» Ein persönlicher Antrieb für ihn ist zudem sein Bruder, der seit fast zwölf Jahren im WohnWerk arbeitet.
Die Zusammenarbeit bietet eine Win-Win-Win-Situation: «Lebensmittel werden gerettet, Menschen mit besonderen Bedürfnissen erhalten sinnvolle Arbeit, und die Kund*innen profitieren von günstigen Preisen und sozialem Impact.» Die Stiftung WohnWerk bringt durch ihre Erfahrung in der Bestellverarbeitung wichtige Kompetenzen ein, während Food Waste Hero eine konstante Auftragslage bietet, die langfristige Planungssicherheit schafft.

Herausforderungen und Perspektiven

Lebensmittelverschwendung bleibt eine grosse Herausforderung. «Viele Menschen verwechseln das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verbrauchsdatum und werfen Essen zu früh weg», erklärt Salva. Zudem erschweren logistische Hürden und fehlende Transparenz in der Disposition die Reduktion von Food Waste.
Langfristig möchte Salva die Zusammenarbeit weiter ausbauen: «Vielleicht können wir in Zukunft sogar weitere Arbeitsbereiche schaffen – etwa durch eine eigene Verkaufsstelle, in der wir gerettete Lebensmittel direkt vor Ort anbieten». Auch Sandra und Esthi freuen sich über die Entwicklung: «Salva ist ein cooler Typ, wir freuen uns, wenn er vorbeischaut. Wir haben auch schon gemeinsam Videos gedreht, das war cool!“, erinnert sich Esthi.
Die Partnerschaft zwischen der Stiftung WohnWerk und der FoodWasteHero GmbH zeigt, dass Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können – zum Vorteil aller Beteiligten.